Langbahn-WM Mühldorf: Pleiten, Pech und Pannen

„Das Pech, das ich in den vergangenen drei Monaten nicht hatte, kam heute an einem einzigen Tag über mich“, war das Fazit von Michael Härtel zu seinem Einsatz beim Langbahn-GP-Finale am 30. September in Mühldorf/Inn. Das Rennen endete ernüchternd mit nur 5 Punkten auf dem 12. Platz. Damit schloss Michi, letztes Jahr noch Vizeweltmeister, die WM-Saison, die durch seine seit Juni andauernde Verletzung beim GP in La Reole geprägt war, die Weltmeisterschaft 2018 mit 30 Punkten auf Schlussrang 11 ab. Allerdings hatte er nur an drei der fünf GP-Rennen teilgenommen.

 

„Das Pech in Mühldorf begann schon im Warm-up am Morgen, da ist mir das Motorrad abgebrannt und ich fast mit. Durch eine defekte Zündkerze entstand um den Vergaser ein Feuer; die Feuerwehr musste im Innenraum mein Bike löschen und mein Bein, dass schon brannte, gleich mit“.

Das Rennen mit wieder instandgesetzter Maschine begann damit, dass am Start der erste Gang raussprang und Michi mit grossem Rückstand ins Rennen ging und dann nur noch 1 Punkt holen konnte. Nach einem vierten und einem zweiten Platz sprang im vierten Durchgang gleich in der ersten Runde die Hinterradkette vom Ritzel und der Lauf war ohne Punkte vorzeitig beendet. Dann kam noch HEAT 13: Michi kam wieder nicht vom Start weg – der erste Gang war zum zweiten Mal herausgesprungen. Es gab wieder nur 1 Punkt vor Reservefahrer Danny Maaßen. „Den Tag müssen wir so schnell wie möglich abhaken; die WM ist für dieses Jahr vorbei.“

Da nur die ersten Sieben deS GPs für die WM-Saison 2019 gesetzt sind, muss Michi auf eine Dauer-Wildcard der FIM aufgrund seiner Verletzungspause für nächstes Jahr hoffen.

Den GP in Mühldorf gewann Martin Smolinski vor Dimitri Berge und Mathieu Tresarrieu und genau dieses Ergebnis war auch der WM-Endstand, wobei Smolinski mit nur einem Punkt Vorsprung Weltmeister wurde.


NIEDERLAGE AUCH IN LANDSHUT

Bereits am Freitag war Michi Härtel in Landshut für sein Team Wittstock Wölfe im Hinkampf des Bundesliga-Finals gegen die Landshut Devils angetreten. Auch dieses Rennen verlief nicht nach den Vorstellungen von Härtels MSC Wittstock: Landshut gewann das Match hoch mit 48:36 Punkten und diesen Rückstand beim Rückkampf am 3. Oktober in Wittstock aufzuholen, wird für die Wittstocker extrem schwierig, zumal sich Steven Mauer und Mirko Wolter beide unverschuldet in Landshut verletzten.

Michi trug mit 5+2 Punkten zum Mannschaftsergebnis bei: „Mit meinem Ergebnis bin ich nicht einmal unzufrieden. In meinem vierten Lauf wurde ich durch Rafal Okoniewski taktisch ersetzt, der dann allerdings nur 1 Punkt holen konnte. 5 Punkte und 2 Bonuspunkte aus vier Starts sind eigentlich nicht so schlecht. Aber beim Rückkampf in Wittstock wird es schwer, obwohl Okonîewski dann wahrscheinlich durch Hans Andersen ersetzt wird.“

Fotos (2): (c) Niklas BREU